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Georg Karl Pfahler (1926–2002), geboren in Landau und gestorben in Karlsruhe, war ein bedeutender Maler und Vertreter der Farbfeldmalerei, dessen Werk von klaren Strukturen, intensiver Farbigkeit und einer eigenständigen Formensprache geprägt ist. In seinen Bildern verschmelzen Farbe, Raum und Licht zu einer harmonischen, kraftvollen Einheit, die den Betrachter direkt in den Dialog mit der Malerei zieht. Wer vor einem Pfahler-Bild steht, spürt die Präzision seiner Kompositionen, die Spannung zwischen geometrischer Strenge und leuchtender Farbintensität, und die Tiefe, die seine Werke über das Sichtbare hinaus entfalten.
Pfahler malte nicht nur – er erschuf Räume aus Farbe, die fast greifbar sind, und entwickelte eine eigene visuelle Sprache, in der Form, Linie und Fläche eine dynamische Einheit bilden. Jedes Bild erzählt eine Geschichte von Licht, Struktur und emotionaler Wirkung – man kann förmlich die Kraft seiner klaren, präzisen Gesten auf der Leinwand spüren, die dennoch von Leichtigkeit und rhythmischer Energie getragen werden.
Sein Werk bewegt sich zwischen Abstraktion, Präzision und expressiver Farbwirkung, fordert die Betrachter:innen auf, Farbe als physische, raumgreifende Erfahrung zu erleben. Pfahler verstand Kunst als Dialog – zwischen Farbe, Raum und Licht, zwischen Werk und Publikum, zwischen Struktur und Emotion. In seinen Arbeiten begegnet man nicht nur Farbflächen, sondern einer tiefen Auseinandersetzung mit Wahrnehmung, Raum und der poetischen Wirkung der Farbe.
Noch heute bleibt Georg Karl Pfahler ein zentraler Bezugspunkt der deutschen Nachkriegsmoderne. Seine Werke sind Zeugnisse seines unermüdlichen Strebens nach Klarheit, Intensität und innovativer Farbwirkung. Sie berühren, faszinieren und erinnern daran, dass Malerei weit mehr ist als Form – sie ist Raum, Licht und pure emotionale Kraft.
Wer in seine Bilder eintaucht, erlebt eine Reise durch Farbe, Licht und Raum. Georg Karl Pfahler hat eine Welt geschaffen, in der jeder Farbblock, jede Linie und jede Fläche lebendig wird – eine Welt, die auch Jahrzehnte nach seinem Tod noch inspiriert, bewegt und die Sinne herausfordert.
Mario Nicolai
Stefanie Karstedt
Hamburg
Berlin
Bremen